Kalkschulter

Eine Kalkschulter, auch Tendinosis calcarea genannt, bezeichnet Kalkablagerungen im Bereich der Schultersehnen. Insbesondere ist davon die Supraspinatussehne betroffen, was zu erheblichen Bewegungseinschränkungen und Schulterschmerzen führt. Als Ursache wird häufig eine Minderdurchblutung der Rotorenmanschette festgestellt, die eine für Bewegungen wichtige Muskelgruppe in der Schulter darstellt. Das sich hierdurch bildende Kalkdepot in der Schulter führt zu gereizten Sehnenansätzen und starken Schulterschmerzen.

Symptome einer Kalkschulter

Folgende Symptome lassen einen Rückschluss auf eine Kalkschulter zu:
  • Schmerzen unter Belastung
  • Schmerzen bei Über-Kopf-Tätigkeiten
  • Schmerzen in Ruhe, wenn Sie sich auf die betroffene Schulter rollen
  • Bewegungseinschränkung des jeweiligen Armes
  • Plötzliche Schmerzen in der Schulter
Die meisten Betroffenen einer Kalkschulter leiden auch unter gereizten Sehnensätzen mit einer Einklemmung und unter Schulterschmerzen. Diese enormen Schmerzen führen zur Schonung der Schulter, was wiederum eine Schultersteife (Einsteifen der Schulter) begünstigt. Dies ist eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Schulter. Der daraus resultierende Verspannungsschmerz kann nun nicht mehr nur in der Schulter lokalisiert sein, sondern auch zu Nackenschmerzen führen. Die Kalkablagerungen in der Schulter ziehen mit der Zeit Schäden am Sehnengewebe nach sich: die Sehne wird brüchig und weist feine Einrisse auf. Letztendlich kann es zum Riss der Sehne kommen. Eine zu späte Therapie kann irreparable Schäden an der Schulter begünstigen. Diagnose und Therapie Mithilfe einer Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung Ihrer Schulter ist ein Nachweis der Kalkschulter möglich. Unzureichend lässt sich das Kalkdepot bei einer Magnetresonanzuntersuchung darstellen. Die Therapiemethoden sind vielfältig und reichen von konservativen Methoden wie Ruhigstellung und Kühlung, über Stoßwellentherapie, bis hin zu einer operativen Entfernung des Kalkdepots. Wenn Sie unter einer Kalkschulter leiden, gilt: erst wenn alle konservativen Verfahren ausgeschöpft sind, wird ein operativer Eingriff in Erwägung gezogen.

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